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Salvador-Allende-Viertel

Salvador-Allende-Viertel

Das Allende-Viertel ist eine ab 1971 errichtete Wohnsiedlung, überwiegend bestehend aus zehn- und elfgeschossigen Plattenbauten mit 6800 Wohnungen. Dabei wird zwischen Allende-Viertel I und Allende-Viertel II unterschieden.

Die Gebäude im Bereich Allende-Viertel I wurden von 1971 bis 1973 auf der früheren Kleingartenfläche „Amtsfeld“ errichtet. Begrenzt wird Allende I durch die Pablo-Neruda-Straße im Süden, die Salvador-Allende-Straße im Osten und die verlängerte Wendenschloßstraße im Norden und Westen.

Das Allende-Viertel II entstand von 1981 bis 1983. Es wurde ins angrenzenden Waldgebiet der Kämmereiheide gebaut. Begrenzt wird es im Norden durch den Müggelschlößchenweg, im Westen durch die Kämmereiheide, den Müggelheimer Damm im Süden und die Salvador-Allende-Straße im Westen.

Zwischen dem Allende-Viertel I und dem Allende-Viertel II liegt das Krankenhaus Köpenick, das dort bereits 1914 eröffnet wurde.

Am südwestlichen Rand von Allende I, befand sich der Schwefelberg, ein 17 m hoher Hügel, der 2005 abgetragen werden mußte, weil sein durch Chemieabfälle belastetes Erdreich das Grundwasser gefährdete.

Es gab Überlegungen, das Allende-Viertel II wesentlich zu erweitern. Auf einer Informationsveranstaltung stellte jemand sinngemäß die die Frage, ob Rübezahl (eine Gaststätte am Großen Müggelsee) dann Wohngebietsgaststätte wird. Damit war die Veranstaltung erledigt und die Überlegungen wurden, aufgrund der großen Ablehnung, eingestellt.

Im Zusammenhang mit der Errichtung des Allende-Viertel II wurde die Salvador-Allende-Brücke gebaut. Zudem würde die Müggelheimer Straße stark verbreitert. Wo sich heute eine vierspurige Straße mit separaten Straßenbahngleisen in der Straßenmitte befindet, war damals nur eine enge zweispurige Straße, auf der sich Autos und Straßenbahnen den Platz teilen mußten. Links und rechts standen Altbauten, die der nachfolgend deutlich breiteren Straße, weichen mußten. Die Müggelheimer Straße reichte bis dahin auch nur bis zur Kietzer Straße, so daß der gesamte Verkehr zur Langen Brücke durch die engen Straßen der Köpenicker Altstadt: Kietzer Straße, Grünstraße und Alt-Köpenick lief. Zwischen 1979 und 1981 wurden deshalb zahlreiche Gebäude abgerissen um Platz für die Straßenverlängerung zu schaffen. Der städtebauliche Zusammenhang zwischen Schloß, Altstadt und Kietz ist dabei etwas verloren gegangen.